Roma*, Sinti* und mentale Gesundheit


Community-Workshop

17.04.22  14:00-17:00
ACUD MACHT NEU
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Symposium #2:
Intersektionalität und die Zukunft des Paradies

Die psychische Gesundheit und Krankheit von Roma* und Sinti* ist ein zu Unrecht vernachlässigter und bisher unentdeckter Gesundheitsbereich. Es gibt so gut wie keine Daten und keine Maßnahmen, die sich mit der psychischen Gesundheit von Roma* und Sinti* befassen. In dem Maße, wie Gesundheitsdienste privatisiert werden und im Allgemeinen für die Normalbevölkerung immer weniger zur Verfügung stehen, sind Roma* und Sinti* als gefährdete Gruppe mit einem mangelnden Zugang zu Gesundheitsdiensten und insbesondere mit einem Mangel an Ressourcen zur Unterstützung ihrer psychischen Gesundheit konfrontiert. Unter anderem führten die Covid-19-Pandemie und die jüngste Kriegssituation in Europa zu einem hohen Bedarf an psychosozialer Unterstützung. Andererseits ist die psychische Gesundheit in der breiten Öffentlichkeit ein Tabu, insbesondere in den Roma-Communities. Während der Bedarf groß zu sein scheint, wird der Zugang zu Gesundheitsdiensten eingeschränkt, und das Tabu der psychischen Gesundheit hindert Sinti* und Roma* daran, die verfügbaren Ressourcen zu nutzen. 

Dieser Workshop bietet einen Raum, der sicher genug ist, um zu diskutieren, wie sich die heutige, auf neoliberalem Kapitalismus, Sexismus, Homophobie und Rassismus basierende Gesellschaft auf die psychische Gesundheit von Roma* und Sinti* auswirkt. Es geht um die Frage, wie Sinti* und Roma*für die Probleme der psychischen Gesundheit sensibilisiert werden können und wie die Gemeinschaften auf die Bedürfnisse reagieren können, um Ressourcen zur Förderung der psychischen Gesundheit und der Resilienz innerhalb der Gemeinschaften zu entdecken und bereitzustellen und sich für die psychische Gesundheit von Roma* und Sinti* einzusetzen.

Daher steht dieser Workshop nur Teilnehmenden offen, die sich selbst als Roma* oder Sinti* bezeichnen.

Wir bitten um Anmeldung unter veranstaltungen@romatrial.org, ein spontanes Vorbeikommen ist ebenfalls möglich.

Von und mit Jelena Savic




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