Forensic Architecture: Racist Terror Attack in Hanau: The Arena Bar


Screening + Q&A

09.04.22  18:30–19:00
ACUD MACHT NEU
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Symposium #1: Technologie, Rassismus und Gerechtigkeit
Screening des Kurzfilms und Q&A mit Dimitra Andritsou und Bob Trafford, leitenden Forscher*innen des Hanau-Projekts.

Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau, Deutschland, neun Menschen bei einem rassistischen Terroranschlag ermordet. Die Opfer waren Said Nesar Hashemi, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Forensic Architecture wurde zusammen mit seiner Berliner Schwesteragentur FORENSIS von der Initiative 19. Februar und vom Anwalt der Familie Gültekin beauftragt, eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit den Anschlägen zu untersuchen und Material für eine Reihe von Zwecken in juristischen, politischen und kulturellen Foren sowie für die Medien, den Aktivismus und die Interessenvertretung zu erstellen.

Der Angriff fand an zwei Orten statt. Der zweite war die Arena Bar und ein benachbarter Kiosk in Hanau-Kesselstadt. Die Arena-Bar hatte eine bedenkliche Vorgeschichte mit übermäßiger Polizeipräsenz, einschließlich Überwachung und häufiger Polizeirazzien. In einer Strafanzeige von Angehörigen und Überlebenden und einer Antwort der Staatsanwaltschaft Hanau wurde der Vorwurf erörtert, dass das Verhalten der Polizei in Bezug auf die Bar dazu beigetragen habe, dass der Notausgang der Bar häufig verschlossen war.

Berichten zufolge wurde der Notausgang tatsächlich zuvor als verschlossen befunden.

Überlebende des Anschlags, die die Bar regelmäßig besuchten, behaupten, dass diese Praxis des Verschließens des Notausgangs Routine war und dass sie glaubten, er sei am Tag des Anschlags verschlossen gewesen.

Forensic Architecture wurde zusammen mit seiner Berliner Schwesteragentur FORENSIS von der Initiative 19. Februar und den Hinterbliebenen und Überlebenden gebeten, die Frage zu beantworten:
"Wenn einer der Personen, die sich am 19. Februar 2020 um 22 Uhr in der Arena Bar aufhielten, zum Notausgang gelaufen wäre und dieser offen gewesen wäre, hätten sie dann noch Zeit gehabt zu fliehen?"
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The Future Is A Safe Place Hidden In My Braids


Screening + Q&A

10.04.22  13:30-14:30
ACUD MACHT NEU
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Symposium #1: Technologie, Rassismus und Gerechtigkeit
The Future Is A Safe Place Hidden In My Braids ist ein von Mihaela Drăgan geschaffener Experimentalfilm, der die Ideen und Grundsätze des Roma-Futurismus aufgreift – ein von der Künstlerin entwickeltes künstlerisches Konzept, das Roma-Kultur und -Geschichte mit Technologie und Hexerei zusammenbringt.

Der Film, der in drei Teile unterteilt ist, zeigt neue Rituale und Zaubersprüche, die von der Praxis der Hexe Mihaela Minca und ihrer Töchter Casanndra, Ana und Anda inspiriert sind. Mihaela Dragan ist daran interessiert, eine neue rituelle Sprache zu entwickeln, die die Kraft hat, Roma-Communities zu heilen und zu stärken. Aus diesem Grund werden die Mythen und alten Zaubersprüche der Roma-Hexen aktualisiert und mit der Poesie eines antirassistischen modernen Diskurses verschmolzen.

Ihre neue Praxis stellt die Figur der TechnoHexe in den Mittelpunkt der Erzählung, als Anführerin einer utopischen Zukunft, in der der historische Zyklus der Unterdrückung der Roma* endlich ein apokalyptisches Ende findet.
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Screening, Technology, ACUD




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